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    KI, Cloud und Co.: Die Top 3 Automatisierungstrends 2024

    KI, Cloud und Co.: Die Top 3 Automatisierungstrends 2024

    Es ist keine Überraschung: im kommenden Jahr steht der industrielle Wandel weiterhin ganz im Zeichen von Automatisierung und Digitalisierung. Doch hierbei gewinnt das Tempo der Innovation zunehmend an Fahrt. Von der smarten (Cloud-) Software über digitale Zwillinge bis zu KI-Lösungen – als branchenweiter Treiber der Innovation werfen wir gemeinsam mit unseren SCIO Automatisierungsexpert*innen einen Blick auf die drei bedeutendsten Trends des Jahres 2024.

    Das kommende Jahr verspricht eine Fortsetzung der technologischen Revolution. Die Automatisierungs- und Digitalisierungstrends, die uns in den letzten Jahren begleitet haben, setzen auch weiterhin die Maßstäbe in der Industrie. Die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmen zunehmend, und der Fokus auf nachhaltige Lösungen nimmt weiter zu. Inmitten dieses dynamischen Szenarios zeichnen sich auch neue, vielversprechende Tendenzen ab, wie unser vielfältiges Projektgeschäft und unsere SCIO Expert*innen verdeutlichen.

    1. Künstliche Intelligenz (KI) wird zum unverzichtbaren Partner:

    Künstliche Intelligenz erlebt einen Wandel vom Konkurrenten zu einem unverzichtbaren Kollegen und wird maßgeblich die Industrielandschaft im kommenden Jahr prägen. Der jüngste Hype um den Chatbot ChatGPT unterstreicht eindrucksvoll, wie KI und ihre Teilbereiche, wie das Machine Learning (ML), rasant Fortschritte machen. Im industriellen Einsatz werden KI-Anwendungen, insbesondere im Bereich der Qualitätskontrolle und der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance), von entscheidender Bedeutung sein. Die Fähigkeit von KI, durch die Analyse von Echtzeitdaten Fehler und Abweichungen in Fertigungsprozessen zu erkennen, zu signalisieren und zu dokumentieren, verspricht bahnbrechende Entwicklungen.

    Martin Feichtgraber, Leiter der Softwareentwicklung bei VESCON Systemtechnik, verdeutlicht dies an einem Beispiel: "Mit Machine Learning setzen wir bei VESCON bereits auf fortlaufende Kontrollen im gesamten Produktionsprozess. Insbesondere bei komplexen Bauteilen wie Kabelbäumen im Automotive-Sektor integrieren wir automatisierte Kameraprüfungen. Durch das Einlernen von positiven und negativen Beispielen kann unser System durch den Aufbau einer eigenen Wissensbasis selbstständig Fehler in der Kabelführung erkennen - und so NIO-Teile (nicht in Ordnung) frühzeitig identifizieren und kostspielige Verzögerungen sowie Lieferausfälle vermeiden."

    SCIO-LinkedIn-Kameraprüfung-Lage

    Den ausführlichen Projektbericht können Sie hier nochmals nachlesen.

    Die Qualität ist entscheidend, doch dafür muss auch die Anlage reibungslos funktionieren. Statistiken des vergangenen Jahres haben bereits die positiven Effekte einer effizienten Instandhaltung verdeutlicht:

    Reduzierung der Wartungskosten um 40%
    Verringerung der Ausfallzeiten um 70%
    Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) um 25-30%

    Die Zukunft verspricht Maschinen, die ihren „Gefühlszustand“ proaktiv mitteilen, Wartungsmaßnahmen eigenständig durchführen und so ungeplante Stillstandszeiten vermeiden können – ein Szenario, das durch KI-gestützte Software und Analysetechniken ermöglicht wird, wie Martin Feichtgraber prognostiziert: "In den kommenden Monaten entstehen rasch fortschreitende KI- und ML-Lösungen, die zeitnah in die vorhandene IT-Struktur eingebunden werden müssen, auch um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Software- und Plattformlösungen mit hoher Flexibilität und einer modularen Architektur wie unsere BDE- und Traceability Software HIBERION werden zunehmend entscheidend sein, da sie ebenso eine reibungslose Integration in die Prozesse, wie auch von KI und ML as a Service, während des laufenden Betriebs ermöglichen. Hier sind wir z.B gerade in der Entwicklung einer KI basierten OEE-Optimierung."

    SCIO-HIBERION-Kameraprüfung-PC SCIO-Hiberion-Tower-an-Anlage

    2. Digital Twins sind mehr als Prestigeprojekte für Global Player:

    Das Ziel des Digital Twins ist es, den gesamten Lebenszyklus eines Produkts transparent und virtuell abzubilden, um Prozesse und Anlagen kontinuierlich zu optimieren und anzupassen. Was in Sachen Digital Twin bereits alles möglich ist, hat uns unser Chief Digital Officer Ulrich Reiser zuletzt in einem ausführlichen Interview erläutert. Den Beitrag rund um das Konzept Digital Twin finden Sie hier.

    Doch der Blick in die Praxis verrät, dass der Aufbau des virtuellen Modells oft noch als zusätzlicher Aufwand betrachtet wird, und daher vor allem bei mittelständischen Unternehmen nicht zum Einsatz kommt. Aufgrund der zahlreichen Vorteile und des wachsenden Wettbewerbs wird dies bald der Vergangenheit angehören.

    Besonders die Interaktion zwischen Mensch und digitalem Zwilling wird durch die Integration von KI mit Augmented Reality (AR) zu einem wahren Game-Changer. AR fügt virtuelle Elemente wie den Digital Twin in die reale Welt ein, wodurch sie Nutzern so dargestellt werden, als wären sie Teil ihrer Umgebung und sie in Echtzeit damit interagieren können.

    Ulrich Reiser betont: „Von der Planungs- und Konstruktionsphase bis zur Inbetriebnahme reichern wir das digitale Modell der Anlage mit Engineering-Daten schrittweise bis zum Digital Twin an, der dann in unserer Vision auch für Remote Services, Schulungen, das Durchspielen von Änderungsszenarien oder die Anlagenoptimierung eingesetzt werden soll. Mit dem Konzept, ergänzt durch Lösungen wie unsere intelligente Software HIBERION zur Aufzeichnung der notwendigen Echtzeitdaten, schaffen wir zukunftsweisende Synergien und ebnen den Weg für den Einzug der smarten Technologien in jedes produzierende Unternehmen.“

    vc-motek 2023-digital twin

    Es wird deutlich, dass durch diese Entwicklungen die Zusammenarbeit zwischen Menschen und intelligenten Lösungen erheblich zunehmen wird. Während zuvor der Fokus darauf lag, was wir als Einzelpersonen mit neuer Technologie tun können, zeigen die zukünftigen Möglichkeiten vielmehr, was die Technologie für uns leisten kann.

    3. Die Zukunft wird „wolkig“ mit Aussicht auf eine sichere Systemlandschaft

    Die beschriebenen Trends weisen darauf hin, dass wir uns im Zeitalter eines vollständig vernetzten Ökosystems befinden. Von Echtzeitkommunikation bis zu KI-gestützten Digitalisierungslösungen, von der Produktionslinie bis hin zu Logistik – ohne eine und effiziente Verarbeitung sowie Speicherung großer Datenmengen in smarten Fabriken ist dies jedoch undenkbar. Die treibende Kraft hinter diesem nahtlosen Zusammenspiel?

    Fortschrittliche Cloudsoftware-Plattformen.

    Die Cloud stellt eine robuste und skalierbare Umgebung für ressourcenintensive Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen, einschließlich KI-Anwendungen, bereit. Als entscheidender Katalysator ermöglicht sie Unternehmen die effiziente Verarbeitung, Speicherung und den direkten Zugriff auf große Datenmengen. Laut dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden bis 2027 über 70% der Unternehmen auf Industrie-Cloud-Plattformen setzen, um ihre Geschäftsinitiativen zu beschleunigen.

    „In den vergangenen Jahren wurde deutlich, dass zahlreiche Unternehmen bei der Implementierung fortschrittlicher Technologien aufgrund unzureichender Datenarchitekturen vor Herausforderungen standen. Probleme wie Schnittstellenlücken, inkompatible Datenformate und unzureichende Datentransfers zwischen verschiedenen Prozessschritten traten häufig auf. Diese Herausforderungen unterstreichen die zentrale Bedeutung effizienter Cloud-Plattformen. Bei SCIO arbeiten wir deshalb daran, ein standardisiertes Datenmodell zu schaffen, eine strukturierte Datenablage ("Single Source of Truth") zu etablieren und fehlende Schnittstellen zu entwickeln, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten“, so Ulrich Reiser.

    Die Zukunft sieht vielversprechend aus, aber wir dürfen nicht übersehen, dass eine komplexe Systemlandschaft mit vielen Schnittstellen nicht nur Vorteile, sondern auch Sicherheitsherausforderungen mit sich bringt. Die zunehmende Gefahr von Hackerangriffen, Datenklau und Betriebsunterbrechungen unterstreicht die Bedeutung verstärkter Investitionen in IT-Sicherheit. Vor dem Hintergrund der prognostizierten 8 Billionen US-Dollar an Cyberkriminalitätsschäden im Jahr 2024 wird der Schutz vor Sicherheitsrisiken zu einer zentralen Priorität auf Unternehmensinvestitionslisten, einschließlich unserer eigenen. In all unseren Anlagenprojekten und Unternehmensprozessen legen wir höchsten Wert auf den Schutz von Kundendaten und haben uns bei der VESCON Automation in diesem Jahr erfolgreich nach dem TISAX®-Standard zertifiziert (Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie).

    Sind Sie bereit für die Technologien von Morgen?

    Als internationale E2E-Automatisierungsplattform unterstützen wir Ihr Unternehmen tatkräftig bei der Umsetzung der Digitalisierungs- und Automatisierungstrends von Morgen. Unser umfassender Ansatz reicht von der nahtlosen Integration sicherer Systemplattformen bis zur Implementierung wegweisender KI- und Digitalisierungslösungen wie dem Digital Twin.

    Mehr zu unseren innovativen End-to-End Lösungen für den digitalen Wandel finden Sie hier.