Von SCIO Automation • September 2, 2021

5 wichtige Kriterien für die Optimierung von Industriesoftware

Komplexe Produktionsprozesse und flexible Fertigungssysteme stellen Maschinen- und Anlagenbauer sowie produzierende Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Entscheidend dabei sind, neben der Mechanik und Elektrotechnik, eine gute und zuverlässige Software und Steuerungstechnik.

Damit die Produktionsprozesse einwandfrei laufen und Maschinen miteinander kommunizieren können, existieren in vielen Produktionsunternehmen eigene Softwarestandards, die für sämtliche Maschinen gelten, die in der Produktion zum Einsatz kommen. Wird eine neue Maschine bei einem Anlagenlieferanten bestellt, erhält dieser den Softwarestandard als Grundlage für seine Maschinenprogrammierung. Doch dieses Vorgehen ist fehleranfällig, denn der Softwarestandard muss 1:1 übernommen werden.

Wenn mehrere Programmierer über ein Jahr an so einer Maschine arbeiten, passieren Fehler. Dies musste zuletzt auch ein Automobilzulieferer erkennen, der eine neue Anlage in Auftrag gegeben hatte. Am Ende der Programmierung war der Quellcode der neuen Maschine so stark verändert, dass unzureichende Fehlermeldungen, Probleme beim Typwechsel und Leerfahren zu einer schlechten Gesamtperformance der Gesamtanlage führten. Am Ende ging eine Anlage in Betrieb, die nicht dem Standard des Produktionsbetriebs entsprach und dennoch von Beginn an Stückzahlen liefern musste.

Doch wie bessert man im Nachhinein die Programmierung aus, ohne längere Stillstände zu verursachen? An dieser Stelle nahm sich das SCIO Gruppenunternehmen tmp GmbH der Anlagenprogrammierung des Großkunden an, denn hochkomplexe Maschinenprogrammierung, -optimierung und Softwareimplementierung – egal ob nach den Wünschen des Kunden oder bei Bedarf mit dem hauseigenen Softwareframework  – zählen zur Kernexpertise der tmp.


„Jeder Eingriff ist wie eine OP am offenen Herzen“

Die Lösung: Mit den meist nicht optimalen Programmstrukturen arbeiten und gemeinsam mit dem Produktionsbetrieb die Fehler beheben. „Wir eignen uns zunächst den Standard an, der auf der Maschine läuft. Dann verändern wir die Software im ersten Schritt so, dass die Produktion sichergestellt ist. Jeder Eingriff ist wie eine OP am offenen Herzen. Für den Kunden ist es bereits ein großer Vorteil, wenn er zuverlässige Stückzahlen produzieren kann“, erläutert Niklas Kurtenbach, Projektleiter. Dabei gibt es auf der einen Seite Programmierer, die dafür Sorge tragen, dass die Produktion aufrecht erhalten bleibt, und auf der anderen Seite, Programmierer, die die Software optimieren und den Standard wieder herstellen. Die SCIO Softwareprogrammierer übernehmen die Basisprogrammierung, Inbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme der Maschinen des Kunden.

Wesentlich dabei:

1. SCIO ist es gewohnt, in fremden Strukturen und im Interesse des Auftraggebers zu arbeiten. Die Programmierer sind auf Fremdanlagen sensibilisiert. Sie erkennen die Quellcodes aus verschiedenen Standards und adaptieren diese. Das beruht auf langjähriger Erfahrung, einem umfangreichen Know-How-Netzwerk und hauseigenen Produkten, wodurch die Entwickler vor Ort immer die passende Lösung haben.


2. SCIO optimiert die Quellcodes und beseitigt so Störungen. Auch der SCIO Kunde hat eigene Mitarbeiter:innen im Industrial Engineering, die den Softwarestandard optimieren. Deren Fokus liegt jedoch meist nicht in der detaillierten Basisprogrammierung und dem Schreiben eines komplett neuen Quellcodes. SCIO vermittelt hier Know-how und ergänzt die kundenspezifische Entwicklungsabteilung.


3. SCIO integriert sich in die vorhandenen Strukturen sowohl auf fachlicher wie auch organisatorischer Ebene und pflegt einen engen Kontakt zu allen Ebenen. So kann SCIO auf die Belange des Produktionsbetriebs Rücksicht nehmen und die optimale Lösung im Hinblick auf Bedienbarkeit, Kosten und Umsetzungszeit entwerfen.


4. SCIO sorgt durch kontinuierliche Kommunikation und Rückmeldung aller Anpassungen an das Entwicklerteam des Kunden und der Arbeit mit einer Liste offener Punkte für einen transparenten Einblick in alle projektrelevanten Arbeitsprozesse.


5. SCIO besitzt die Weitsicht, Machbarkeit und Fehlerquellen im Softwarestandard zu erkennen und entsprechend gegenzulenken.

 


Softwareoptimierung im gesamten Lebenszyklus einer Maschine

SCIO unterstützt jedoch nicht nur den Produktionsbetrieb, sondern bildet gleichzeitig die Schnittstelle zwischen Produktionsbetrieb und Anlagenlieferant, sodass wir eine durchgängige Betreuung in allen Lebensphasen der Maschinen aus einer Hand bieten können. Gemeinsam wird das Kernproblem analysiert und geschaut, wie die Maschine in die Prozesswelt des Kunden integriert werden kann. „Im Regelfall arbeiten wir beim Maschinenbauer und achten auf die Belange des Produktionsbetriebs. Wir betreuen dann die Anlagen für die Maschinenbauer weiter und führen Änderungen bei Produktionsbetrieben im Nachgang durch. Sollte ein Produktionsbetrieb direkt auf uns wegen der Maschinenoptimierung, Erweiterung, Retro-Fit oder Modernisierung zukommen, sind wir auch hier Bindeglied und treten mit dem Maschinenbauer in Kontakt“, erläutert Niklas Kurtenbach. Oftmals geht es dabei auch um die Optimierung der Instandhaltungsfähigkeit von Produktionsanlagen. Aus wirtschaftlicher Sicht macht es Sinn, dass Produktionsmittel sehr lange genutzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass diese auf dem Stand der Technik sind, hierfür müssen Anpassungen vorgenommen werden. Aufgrund der hohen Auslastung der Produktion ist dabei entscheidend, wie schnell Fehler angezeigt werden und wie schnell man diese beheben kann, um die Effizienz zu erhöhen. SCIO optimiert dabei nicht nur, sondern kann die Mitarbeiter:innen des Auftraggebers im Softwaredesign schulen.


Insgesamt kommen hier automatisierungstechnisches Programmierungs-Know-how, Kommunikationsfähigkeit und Organisationsintegration zusammen – eine Mischung, die das SCIO Gruppenunternehmen tmp GmbH zum absoluten Experten auf dem Gebiet der Softwareoptimierung von Produktionsanlagen macht.

Auf der Seite von tmp erfahren Sie mehr.

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